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22.11.2017

Cluster der Hauptstadtregion setzen auf Digitalisierung

Die Branchen-Cluster in Berlin und Brandenburg setzen auf die Digitalisierung als Innovationsmotor. Gemeinsam mit beiden Ländern wollen sie die Digitalisierung in und zwischen ihren Clustern nachhaltig stärken. Das ist das Ergebnis des Spitzengesprächs zur Digitalisierung in den Clustern, in dem Vertreter aus Wirtschaft und Wissenschaft der fünf länderübergreifenden Branchencluster mit den Spitzen der Wirtschafts- und Wissenschaftsressorts diskutierten. Eingeladen hatten dazu die Wirtschaftsförderungsgesellschaften Berlin Partner und Wirtschaftsförderung Brandenburg.

In den Gesprächsrunden zur Digitalisierung in den gemeinsamen Berlin-Brandenburger Clustern ging es um konkrete Fragen zum digitalen Arbeitsalltag:

  • Was brauchen KMUs, was steht für Start-ups ganz oben auf der Agenda und wie können die Nutzer eingebunden werden?
  • Wie gehen Handwerksbetriebe in der Lausitz mit Digitalisierung um und wie lassen sich innovative Gründer in die Region bringen, die die Großunternehmen der Zukunft aufbauen können?

Ein zentrales Thema der Diskussionen war die Vernetzung. Mehr Transparenz kann helfen, die richtigen Partner und Angebote zu finden. Im Großen können dies Testfelder und Begegnungsräume sein, aber auch regionale Beratung sollte immer mitgedacht werden. Einigkeit herrschte darüber, dass Berlin und Brandenburg gut aufgestellt sind. Die Vorteile der Region sollten aber auch durch Leuchtturmprojekte sichtbar gemacht und ausgebaut werden. Darüber hinaus sollten im Sinne der Strategie Stärken stärken auch in der Cluster-Digitalisierung Schwerpunkte für die Zukunft gesetzt werden. Zur Frage der Fachkräftesicherung waren sich die Teilnehmer einig, dass die Region ein inspirierendes Umfeld bietet, das es erleichtert, Fachkräfte zu gewinnen. Darüber hinaus soll zur Stärkung der digitalen Kompetenz in der Region auch die Bildung intensiver einbezogen werden.

Das länderübergreifende Spitzengespräch zur Digitalisierung in den Clustern fand erstmalig statt. Es steht für den Erfolg und die Entwicklung der länderübergreifenden Innovations- und Clusterstrategie Berlin Brandenburg (InnoBB). Auf Einladung der beiden Wirtschaftsfördergesellschaften kamen Vertreter unter anderem vom Hasso-Plattner-Institut, Fraunhofer FOKUS, Sanofi-Aventis, Rolls-Royce, First Sensor, Telekom oder Amazon zur Diskussion mit den Spitzen der Berline rund Brandenburger Wirtschafts- und Wissenschaftsressorts zusammen. Ebenfalls anwesend waren Vertreter der Europäischen Kommission und der Sozialpartner.

Die Teilnehmer diskutierten Top-Themen des Digitalen Wandels wie Smart Industries, Data Management oder das Internet der Dinge sowie Handlungsempfehlungen für eine vertiefte Zusammenarbeit in den fünf gemeinsamen Clustern der deutschen Hauptstadtregion. Die Potenziale in den Clustern wurden einhellig als sehr gut bewertet: Ob autonomes Fahren im Cluster Verkehr, Mobilität und Logistik, Industrie-in-Klinik-Plattformen im Cluster Gesundheitswirtschaft oder das Schaufensterprojekt WindNODE im Cluster Energietechnik - Berlin Brandenburg zählt zu den aufstrebenden Standorten für digitale Technologien und ihre Anwendungen.

Auch neue Technologien wie Virtual und Augmented Reality oder Künstliche Intelligenz sollen künftig weiter vorangetrieben werden. Deutlich wurde auch, dass die Verknüpfung der Digitalen Wirtschaft mit der industriellen Produktion verstärkt werden soll. Immer mehr Innovationen finden an den Schnittstellen von Cluster-Branchen statt, so dass sich zunehmend clusterverbindende Herangehensweisen ergeben.

Die Akteure in den Clustern werden durch länderübergreifende Clustermanagements unterstützt, die bei den beiden Wirtschaftsfördergesellschaften angesiedelt sind.

Quelle: Ministerium für Wirtschaft und Energie (MWE)

 

Impressionen: Spitzengespräch zur Digitalisierung