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01.02.2019

Eine gesunde Zukunft für die Rückstände der Obstindustrie

Die Spezialisten für Schnittobst Mirontell und die Naturfaseringenieure von Zelfo Technology haben sich zusammengetan, um die möglichen Verwendungen von Reststoffen der Obstindustrie wie Schalen, Kerne, Fasern usw. zu untersuchen. Ihre ersten Ergebnisse haben eine Reihe von Produkten für die Verwendung in Materialien, Lebensmitteln und der Energiewirtschaft hervorgebracht.

Mirontell, ein bedeutender Akteur auf dem „Cut Fresh Fruit“ - Markt in Deutschland, steht an vorderster Front der Geschäftsgleichung, wenn es um den relativ hohen Prozentsatz an nicht ertragbringendem „Restmaterial“ geht. Zelfo Technology und Mirontell wurden einander bereits im Jahr 2017 im Rahmen eines BioEconomy-Events in Potsdam vorgestellt, das von der Wirtschaftsförderung Brandenburg (WFBB) organisiert wurde.

In Anbetracht dessen, dass sowohl Abfall nach der Ernte als auch Abfälle aus der Produktion ein bedeutendes Problem für die Obstindustrie darstellen, schien die Zusammenarbeit mit Mirontell ein besonders relevantes Projekt für die Zelfo Technology zu sein, die sich auf die Entwicklung nachhaltiger Materialien für die Industrie konzentriert. Während weitere Diskussionen stattfanden, um zu überlegen, was erreicht werden könnte, waren die Verarbeitungssysteme von Zelfo so weit fortgeschritten, dass sie das Gefühl hatten, mehr liefern zu können als das ursprünglich geplante technische Zellulosematerial.

Dies hat sich in den ersten Versuchen mit den von Mirontell gelieferten Reststoffen bestätigt. Eine überraschende Gelegenheit für "Parallelprodukte" ergab sich, als die ersten Experimente den technischen Nutzen beider "Produktströme" zeigten. Die hauptsächlichen "End-Use" - Möglichkeiten basieren auf der Fasertechnologie Seite und umfassen das Hinzufügen neuer Eigenschaften für Fasergußrodukte und in Platten für den Innen- und Möbelbau.

Derivate werden als das wichtigste Parallelangebot angesehen, was nicht verwunderlich ist, da in diesen Reststoffen eine ganze Reihe von zuvor verworfenen Inhaltsstoffen vorhanden ist. Organische  Stoffe, sekundäre Pflanzenstoffe und Verbindungen mit nutrazeutischen Eigenschaften.

Darüber hinaus sind häufig Cellulose, Hemicellulose, Pektin, Mineralien, Vitamine und ein niedriger Ligningehalt vorhanden. Die Projektpartner stehen bei dieser Bewertung nicht alleine da, da verschiedene Steuerungsgruppen bereits die bestehenden Optionen für die Verwendung der Rückstände als Enzyme, Ethanol und Biopigmente und andere für verschiedene Branchen geeignete Produkte erforscht haben.

Robert Leuendorf | Lean-Production Manager | Mirontell betrachtet die erste Testrunde als eine der bedeutendsten Entwicklungen in der Branche seit langem:

„Die Vorteile in Bezug auf das Endergebnis und die Nachhaltigkeitsbotschaft sind unbezahlbar. Wir freuen uns darauf, Zelfo Technology auf dieser Reise zu unterstützen und von den Ergebnissen zu profitieren, sobald kommerzielle Produkte entstehen. “

Beide Unternehmen sehen das anfängliche Testprojekt als eine Art Grundierung, die zu einer Reihe von Produktbereichen und weiteren Beziehungen zu Partnerunternehmen führt. Dieser Standpunkt wurde bestätigt, da nun weitere Industriepartner daran beteiligt sind.

Blick in die Zukunft

Wenn man weiter in die Zukunft blickt, sind Industrien, die bereits ein Derivat auf Fruchtbasis identifiziert haben, besonders interessant. Die Zusammenarbeit mit solchen Partnern reduziert die Forschungs- und Entwicklungszeit im Hinblick auf die Identifizierung der Zieleigenschaften und konzentriert sich auf die Prozessoptimierung, um die fraglichen technischen Fasern und / oder Derivate zu liefern.